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die alte katze:

Eine Katze wird älter und man sieht es ihr kaum an, denn sie bekommt keine Falten.
Allerdings wirkt sich der Alterungsprozess auf Körper und Psyche aus, Bedürfnisse und Verhalten ändern sich. Als Halter sollte man darauf Rücksicht nehmen und ihr die letzten Jahre so angenehm wie möglich gestalten.

Katzenalter siehe hier: Katzenalter

Der körperliche Alterungsprozess einer Katze:
Eine ältere Katze zeigt weniger Aktivität, obwohl der Spiel- und der Geschlechtstrieb bis ins hohe Alter erhalten bleibt, nur nicht mehr in der jugendlichen Intensität.

Hormonproduktion und Stoffwechsel verlangsamen sich, der Energiebedarf sinkt um etwa. 20 %, während der Bedarf an Proteinen und Vitaminen um etwa. 100 % steigt.
Eine ältere Katze braucht also weniger, jedoch höherwertiges Futter, sie sollte viel trinken, um Nierenproblemen und Verstopfung vorzubeugen.

Da der Geruchssinn nachlässt, hat das Nass und Trockenfutter das für Katzensenioren angeboten wird, einen intensiveren Geruch.

Gehör und Sehkraft lassen mit der Zeit nach, was aber lange ziemlich gut kompensiert wird, auch eine blinde Katze kann sich in ihrer gewohnten Umgebung orientieren.

Die Organe werden anfälliger, Harnwegserkrankungen, Diabetes und die Neigung zu Tumoren nehmen zu.
Manche älteren Katzen bekommen Gelenkprobleme, leiden an Arthrose, Arthritis oder Rheuma.

Wenn das Klettern und Springen schwerer fällt, sollte man ihnen den Zugang zu erhöhten Plätzen durch ein Treppchen oder eine Rampe erleichtern.
Zähne und Zahnfleisch bereiten Probleme und sollten regelmäßig kontrolliert und wenn nötig behandelt werden.

Verhaltensänderungen bei älteren Katzen:
Wie ältere Menschen auch sind alte Katzen weniger flexibel, Veränderungen machen ihnen jetzt noch mehr zu schaffen als früher.

Sie bestehen auf Ritualen und Gewohnheiten und können verängstigt oder aggressiv reagieren, wenn es nicht so läuft wie gewohnt, ihr Bedürfnis nach Wärme und Ruhe nimmt zu.

Man sollte eine alte Katze möglichst nicht mit einem neuen, jungen Artgenossen in der Wohnung konfrontieren, der ihr Territorium beansprucht und ihr Ruhebedürfnis stört.

Aufgrund von Störungen in ihrem Lebensrhythmus, aber auch wegen der nachlassenden Sinne kann die Katze im Alter unsauber werden, darum sollte man die Katzentoilette so aufstellen, dass sie leicht erreichbar und gut zugänglich ist.
Wenn doch mal etwas daneben geht, wird ein Mensch, der sich viele Jahre lang an seiner Katze erfreut hat, nicht böse reagieren, sondern seiner Katze verständnisvoll nachsehen, dass eben nicht mehr alles so problemlos klappt wie früher.

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Die häufigsten gesundheitlichen Probleme älterer Katzen:
Frei lebende alte Katzen werden hager bis dürr. Das liegt daran, dass sie wegen der nachlassenden Körperfunktionen nicht mehr so erfolgreich jagen können.

Die gut genährten, bewegungsarmen Stubenkatzen dagegen neigen im zunehmenden Alter zur Fettleibigkeit. Fettsucht strapaziert Gelenke und führt zu Stoffwechselfolgen wie z. B. Diabetes mellitus, die mit Diät und ggf. auch mit regelmäßigen Insulingaben behandelt werden muss.

Es können Schilddrüsenprobleme und Chronisches Nierenversagen (CNI) auftreten.
Man sollte darauf achten das ältere Katzen ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Das Fell wird schütter oder struppig und verliert an Glanz. Da die Katze sich weniger putzt als in jungen Jahren, ist regelmäßiges Bürsten hilfreich.
Hefeflocken, auf das Futter gestreut, sollen zur Verbesserung der Fellqualität beitragen, die Zähne sollten in regelmäßigen Abständen vom Tierarzt begutachtet werden.

Bei fast allen älteren Hauskatzen hat sich im Laufe der Zeit Zahnstein gebildet, der zu sehr schmerzhaften Zahnfleischentzündungen und in der Folge zum Ausfall von Zähnen führt und entfernt werden muss.
In schweren Fällen müssen die Zähne gezogen werden, um eine Vergiftung des gesamten Organismus zu verhindern. Fieser übler Mundgeruch deutet auf solche Fäulnisprozesse hin.

Dagegen ist die ältere Katze jetzt weniger anfällig für Infektionskrankheiten, allerdings können aufgrund der schwächeren Konstitution eingekapselte Viren von früher zugezogenen Infektionen aktiv werden und zu FeLV (Leukose) oder FIP (Bauchwassersucht) führen.

Die Alzheimersche Erkrankung, die krankhaften Veränderungen im Gehirn einer alten, psychisch veränderten Katze sind denen des Menschen sehr ähnlich.
Unter dem Begriff „Kognitive Dysfunktion“ werden altersabhängige degenerative Veränderungen des zentralen Nervensystems, und die daraus folgenden Verhaltensänderungen zusammengefasst.
Durch die Alterung der Organe leidet auch das Gehirn unter Sauerstoffarmut, Gefäßveränderungen und der Ablagerung von Stoffwechselprodukten.
 
Man vermutet, dass etwa die Hälfte aller Katzen über 15 Jahre an einer kognitiven Dysfunktion leidet.

Alter ist keine Krankheit, begünstigt jedoch die Entstehung gesundheitlicher Probleme.
Unterstützen Sie Ihre alt gewordene Katze, und gönnen Sie der Katze geruhsame letzte Jahre und regelmäßige Tierarztbesuche.

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