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Diabetes:

Erkennen Behandlung Fehler

Man unterscheidet zwei Arten von Diabetes:
Typ 1, der bereits in jungem Alter auftritt, und den vermutlich häufigeren Typ 2, der vor allem alternde und übergewichtige Katzen betrifft.

Diabetes ist gekennzeichnet durch eine krankhafte Erhöhung des Blutzuckerspiegels.
Verantwortlich ist ein Mangel des Hormons Insulin: Ohne ausreichenden Insulinspiegel können die Zellen die Glukose im Blut nicht aufnehmen und nicht verwerten.
Als Folge steigt der Blutzucker sehr stark an und verursacht die typischen Anzeichen wie vermehrtes Urinieren.

Im fortgeschrittenen Stadium entwickeln sich bei Katzen sehr oft Nervenschäden mit Bewegungsstörungen und Verdauungsstörungen.
Im Endstadium kommt es zu Stoffwechselstörungen bis hin zur Gelbsucht und zum Schockzustand.

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Erkennen:
Die Typischen Anzeichen für die Krankheit sind: vermehrter Durst, häufiges Urinieren und Gewichtsabnahme trotz stärkeren Appetits der Katze.

Sehr wichtig ist es, bei ersten Anzeichen sofort zu handeln, denn die Diabetes ist umso besser behandelbar, je früher eingegriffen wird.
Teilweise können die Katzen nach einer zeitweiligen Therapie sogar wieder gesund werden.

Katzen benötigen etwa 60-100 ml Wasser je kg Körpergewicht, ein Teil davon ist schon im Nassfutter enthalten.
Bekommt die Katze Nassfutter, liegt der zusätzliche Wasserbedarf bei etwa 20 ml je kg Körpergewicht.
Trinkt die Katze Auffällig mehr, sollte der Tierarzt den Blutzuckerspiegel beim nüchternen Tier bestimmen.

Liegt er über dem Sollbereich, können zur Bestätigung weitere Tests dienen, da manchmal auch gesunde Tiere bei Stress erhöhte Blutzucker Werte zeigen.

Bestätigt sich der Verdacht auf , gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.

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Behandlung:
Sekundärer Diabetes mellitus:
Wichtig ist die Behandlung oder Abstellung der Ursache (z.b. Übergewicht) .
Dies betrifft insbesondere einer Cortisontherapie durch den Tierarzt.

Wenn die ursächliche Therapie rechtzeitig durchgeführt wird, dann kann die sekundäre Diabetes mellitus vollständig ausheilen.
Die entsprechende Therapie muss daher umgehend bei Diagnose der Diabetes mellitus eingeleitet werden.

Die am häufigsten angewandte Therapie besteht jedoch in der Insulingabe, die den Mangel an dem Insulin Hormon ersetzt.
Es muss täglich Insulin gespritzt werden, aber keine Angst, es ist für den Besitzer leicht zu erlernen.

Es werden auch Antidiabetika in Form von Tabletten verordnet, die auf die vorhandenen Insulin-Reserven des Körpers wirken.

Im Spätstadium und bei dem seltener auftretenden Typ 1 sind diese allerdings kaum erfolgversprechend.

Die Behandlung mit Insulin erfordert eine exakte Einstellung und die richtige Wahl des Insulins.
Die benötigte Insulindosis hängt ab von dem Defizit an körpereigenem Insulin und ist von Tier zu Tier verschieden.

Ist die ideale Insulinmenge gefunden geht man wie folgt vor:
- Fütterung morgens 50 % der Tagesmenge
Dabei am besten ein Fertigfutter verwenden, dass nach einer sogenannten geschlossenen Rezeptur hergestellt wurde, d.h. es kommt nicht zu Schwankungen bei den Zutaten wie beim "normalen" Fertigfutter.
Die gefütterte Menge sollte immer gleichbleibend sein
- Danach Injektion der ermittelten Insulinmenge: Wenn das Futter gut aufgenommen wird: gesamte Insulinmenge Subkutan (unter die Haut)geben.
Bei geringerer Futteraufnahme die Hälfte des Insulin geben.
- Nächste Fütterung am Nachmittag bis Abend etwa 2 Stunden vor dem Zeitpunkt des niedrigsten Blut-Glukosespiegels (im Allgemeinen etwa 8 bis 10 Std. nach der Insulingabe)
- Nächste Insulingaben hängen vom gefundenen Rhythmus und von der Wirkungsdauer des Insulins ab (im Allgemeinen. 12 Stunden nach der ersten Injektion)

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Fehler:
Die häufigsten Fehler betreffen die Insulinmenge, die nicht exakt kontrolliert wird.
Die Verlaufskontrolle einmal am Tag ist zur Einstellung völlig ungeeignet und kann zu unbeachsichtigter Überdosierung führen.
Durch eine zu hohe Dosis sinkt die Blut-Glukose zu weit ab.
Auf dem tiefsten Punkt werden Stresshormone ausgeschieden, die zu einem raschen Anstieg der Blut-Glukose führen, so dass Werte erreicht werden, die über dem Ausgangswert liegen.
Wenn dann erst am folgenden Tag gemessen wird und der Glukosewert über dem Ausgangswert liegt, verführt dieser Befund zu einer Insulindosiserhöhung, so dass mit einer ernsten Hypoglykämie (Unterzuckerung) gerechnet werden muss.

Nicht jedes Insulin ist bei allen Individuen gleich gut wirksam, in manchen Fällen verliert ein Insulin die Wirksamkeit (Resistenzentwicklung, Antikörperbildung).
In diesen Fällen muss auf Insulin einer anderen Tierart gewechselt werden.

Ausfühlichere Informationen unter Katzendiabetes (Fremdseite):

Diabetes


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