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Hautmilben:

Kopfräude Raubmilben Haarbalgmilben Herbstgrasmilben

 

Kopfräude ( Notoedres cati )
Die klassische Räude (beim Menschen Krätze genannt) wird durch die Krätz- oder Räudemilben, z.B. bei der Katze Notoedres cati, verursacht. (Notoedres cati ist ein Vertreter der Milben, der als Parasit die Haut des Kopfes von Katzen besiedelt und  Kopfräude auslöst.)

Milben leben meistens sehr Artenbezogen, so dass der Befall höchstwahrscheinlich durch den Kontakt mit anderen infizierten Tieren verursacht wurde.
Es muss dabei kein direkter Fellkontakt (Körperkontakt) bestanden haben, es reicht die Anwesenheit an einem Ort zusammen mit befallenen Tieren.

Milben kommen nicht so häufig wie Flöhe vor.

Der Entwicklungszyklus vom Ei bis zum Parasiten dauert 21 Tage.
Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier in Bohrgänge der Haut ab.
Die schlüpfenden Larven und die sich daraus entwickelnden Nymphen verlassen zeitweise diese Bohrgänge.
Sie ernähren sich wie die von Lymphe (in den Lymphgefäßen enthaltende Flüssigkeit) und Gewebeflüssigkeit.

Außerhalb des Wirtes sind die Milben nur wenige Tage überlebensfähig, bei niedrigen Temperaturen maximal drei Tage.

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Symptome und Verlauf:     
Die Kopfräude ist mit einem sehr starken Juckreiz verbunden, der zum einen durch die Parasiten selbst, zum anderen aber auch durch allergische Reaktionen auf Milbenkot und Milbenspeichel ausgelöst wird.
Dem Juckreiz begegnet die Katze durch vermehrtes und/oder ununterbrochenes Lecken und Kratzen.

Je nach Schwere des Befalls kommt es zu starken Hautrötungen, Haarausfall und Verkrusten der befallenen Gebiete.
Die Hautveränderungen beginnen meistens am Kopf und an den Ohren der Katze, sie können sich auf dem ganzen Körper ausweiten.

Behandlung und Vorbeugung:
Zur Diagnose und Behandlung muss immer der Tierarzt aufgesucht werden.  
Durch Shampoos und Spülungen kann die belastete und entzündete Haut entspannt werden.

Übertragung auf Menschen:
Notoedres cati können sich zwar nicht auf der menschlichen Haut vermehren, rufen aber teilweise stark juckende Hautausschläge hervor.
Betroffen sind meistens Hautstellen, die häufigen und engen Tierkontakt haben.

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Raubmilben (Cheyletiella blakei)

Diese Milben bleiben während ihrer gesamten Entwicklung auf dem Tier.
Die Eier werden an den Haaren befestigt, während sich die Larven, Nymphen und ausgewachsene Milben auf der Haut und im Fell aufhalten
.
Die Milben können bei Kontakt von einer auf andere Katzen übertragen werden.

Sollten sie von ihrem Wirtstier getrennt werden, können sie bis zu 3 Wochen ohne Nahrung überleben. Bei Kämmen oder Bürsten ist dieses zu beachten, denn auch so können zur Weiterverbreitung dieser Parasiten sorgen.

Raubmilben ernähren sich von in erster Linie von Hautschuppen, besetzen jedoch auch kleine Wunden.

Symptome und Diagnose:
Die Milben verursachen oft Juckreiz und Schuppenbildung.

Diese Milben sind sehr klein und messen weniger als 0.5 mm.
Es ist angebracht, die Cheyletiellen mit Klebeband zu fangen und mit einer Lupe oder dem Mikroskop zu identifizieren.

Es gibt auch befallene Tiere, die keinerlei Symptome zeigen.

Die Diagnose und Behandlungsempfehlung bestimmt der Tierarzt.

Vorbeugung:
Es müssen alle in Frage kommenden Katzen (und Hunde!) behandelt werden.
Gegenstände wie Katzenbürsten, müssen gründlich gereinigt werden, da es sonst schnell wieder zu Neuinfektionen kommt.

Mit Spot-on-Präparaten kann vorbeugend gegen den Milbenbefall vorgegangen werden.

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Haarbalgmilben (Demodex)

Demodex - Milben sind mikroskopisch kleine, zigarrenförmige Parasiten mit Stummelbeinchen.

Sie sind optimal an ein Leben in der Haut (u.a. in den Haarbälgen) angepasst und sind kaum auf der Hautoberfläche anzutreffen.

Übertragung:
Der Übertragungsweg findet hauptsächlich bei sehr engem Kontakt von der Mutterkatze auf die Kätzchen statt.

Glücklicherweise erkranken Katzen nur selten an diesen Parasiten.

Symptome und Diagnose:
Sollte Haarausfall im Bereich der Augen, sowie weiteren Stellen an Kopf und Nacken festgestellt werden, könnte dies ein Symptom auf Haarbalgmilben sein.

Der Nachweis der Milben erfolgt Tierärztlich mit einem Hautgeschabsel. (Technik der Probenentnahme)

Bei Nachweis wird entsprechend Behandelt.

Behandlung:
Der Behandlungserfolg ist abhängig vom Schweregrad der Erkrankung und vom Abwehrstatus der Katze.

Bei einigen Katzen kann es immer wieder zu Problemen kommen.

Reinrassige Siamesen und Burmesen sind für diese Art Milben anfälliger als andere Katzen.

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Herbstgrasmilben (Neotrombicula autumnalis)

Wie der Name schon sagt, die Herbstgrasmilben sind vor allem im Spätsommer und Herbst aktiv.
Das Leben von Herbstgrasmilben findet auf dem Erdboden statt.

Die Larven sind jedoch räuberisch und kriechen (ähnlich wie Zecken), an Pflanzen und Sträuchern hoch, um Hunde, Katzen und auch Menschen zu befallen.

Diese Milben sind keine Blutsauger.
Sie verursachen jedoch Wunden und lösen das Gewebe mit Speichel auf, um den Brei dann aufzusaugen.
Befallen werden überwiegend dünne Hautstellen, wie z. B. zwischen den Krallen.
Das betroffene Tier wird vermehrt Juckreiz zeigen, es kann zu lokalen Hautentzündungen kommen.

Da die Milbenlarven weniger als 0.5 mm messen, sind sie von blossem Auge höchstens als kleine gelbrötliche Pünktchen zu erkennen.
Es kann versucht werden, die Herbstgrasmilben mit einem durchsichtigen Klebeband zu fixieren und danach unter dem Mikroskop anzuschauen.
Die Bekämpfung kann mit Spot on Präparaten getätigt werden. Wirkstoffe, die gegen Zecken wirksam sind, haben oft auch Wirkung gegen Milben.

Es kommt allerdings vor, das diese Behandlung versagt.
In diesem Fall sollten die befallenen Stellen lokal behandelt werden.

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Zum Schluss:
Nicht jede Katze, die mit Milben in Kontakt kommt, wird alle die erwähnten Krankheitssymptome im gleichen Ausmass zeigen, manche Katzen können sogar vollkommen Symptomfrei bleiben.

Erkrankte Tiere sollten unbedingt in einer Tierärztliche Praxis untersucht werden.

Nach der Diagnosestellung sollte sofort mit einer Therapie begonnen werden.

Zusätzlich sollten man Massnahmen zur Verhinderung von Neuansteckungen besprechen.
Wenn weitere Tiere im gleichen Haushalt leben, muss daran gedacht werden, dass auch diese Milbenträger sein könnten.

Bei Milbenbefall sollten alle Tiere eines Haushalts in die Untersuchung/Behandlung einbezogen werden.

Ohrmilben siehe unter: Ohrerkrankungen


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