MOXIES HOMEPAGE
Impfen:

Ist es nötig, Katzen jedes Jahr Impfen zu lassen?

Neue Erkenntnisse aus den USA zum Thema Impfen:
US-Forscher haben sich gefragt, weshalb Menschen nur in Abständen von vielen Jahren
geimpft werden (gegen manche Krankheiten sogar nur einmal, meistens als Kind), Katzen aber jedes Jahr ihre Impfung bekommen sollen.
Eine vernünftige Erklärung fanden sie dafür nicht, es steht in dem Beipackzettel als „Empfehlung“: Jährliche Wiederholung der Impfung wird „empfohlen“.

Tatsache ist, wie lange der Impfschutz nach einer Impfung tatsächlich anhält, wissen nicht einmal die Impfstoff-Hersteller selbst, da sie es nicht testen.
Falls diese es doch wissen sollten, so veröffentlichen sie diese nicht.

Für eine amtliche Zulassung eines Tierimpfstoffes muss die Dauer des Immunschutzes
nicht vom Hersteller getestet und nachgewiesen werden.

Was für ein Empfehlung/Intervall für eine Auffrischung angegen wird, bleibt dem Hersteller überlassen.

In den USA bestehen seit Ende 1997 neue Impfrichtlinien für Katzen, die von Tierarztfachverbänden erarbeitet wurden. Sie sehen nur noch alle drei Jahre Auffrischimpfungen gegen Schnupfen und Seuchen vor.
Dieses ist jedoch nur ein Kompromiss, weil auch diese Impfungen sehr viel länger als drei Jahre halten. Wer ängstlich ist, kann sich an die US-Richtlinie halten.
Dieses Schema ist jedenfalls besser, als das Immunsystem des Tieres jedes Jahr unnütz mit Mehrfachimpfungen zu belasten.

Je häufiger geimpft wird und je mehr Impfstoffe auf einmal gegeben werden, desto höher das Impfsarkom-Risiko. (Impfsarkom oder vakzine-assoziierte Fibrosarkom ist eine bösartige Krebsgeschwulst, die ein paar Wochen oder Monate nach einer Impfung an der Injektionsstelle als Knubbel unter dem Fell auftritt und sehr breit wuchern kann)

obenn

Die wichtigsten Impfungen für die Katzen und ihre Schutzdauer:

Katzenseuche (Panleukopenie, felines Parvovirus = FPV): Lebend- oder inaktivierter Impfstoff. Nach Grundimmunisierung (zwei Impfungen im Babyalter) hält der Schutz mindestens 7,5 Jahre, wahrscheinlich lebenslang.
Die Impfung ist auch bei Wohnungskatzen sinnvoll, da der in der Umgebung sehr stabile Erreger vom Menschen eingeschleppt werden können.

Bedingt sinnvolle Impfungen sind:

Katzenschnupfen:
a) Felines Herpesvirus (FHV), auch Rhinotracheitisvirus genannt; Lebend- oder inaktivierter Impfstoff. Die Impfung verleiht keine sterile Immunität, geimpfte Katzen können sich infizieren und erkranken. Dauer der (eingeschränkten) Schutzwirkung von FHV-Impfstoffen: bis zu 7,5 Jahren.

b) Felines Calicivirus (FCV): Die sehr schlechte Schutzwirkung aller derzeit am Markt befindlichen Impfstoffe (lebend oder inaktiviert) ist wissenschaftlich belegt.
Caliciviren kommen in vielen Varianten vor, in der Regel schützt die Impfung nicht mehr gegen die auftretenden Stämme.
Lebendimpfviren können im Geimpften Tier mutieren und andere (geimpfte!) Artgenossen infizieren. Seit Einführung der Calici-Impfung wird das Virus viel häufiger nachgewiesen als zuvor.
Neue Calici-Impfstoffe sind angeblich in der Entwicklung.
Da alle zur Zeit erhältlichen Katzenschnupfen-Vakzinen auch FCV enthalten, ist die Calici-Impfung nicht zu umgehen, wenn man gegen FHV impfen läßt.

Felines Leukämievirus (FeLV, oft als nicht zutreffend als „Leukose“ bezeichnet):
Sinnvoll allenfalls bei Jungkatzen, bei denen ein Kontakt mit FeLV-infizierten Artgenossen nicht auszuschließen ist.
Die Schutzwirkung der verschiedenen Impfstoffe ist sehr unterschiedlich, je nach Studie und Impfstoff von 100 bis nur 4,8 Prozent.

Auch regelmäßig FeLV-geimpfte Katzen können sich bei Dauerkontakt mit Virusausscheidern infizieren und an FeLV erkranken.Neuzugänge zu anderen Katzen sollten getest werden.

Aber Vorsicht: Testergebnisse sind bei gesunden Katzen oft falsch-positiv, daher ggf. noch einmal lassen. Ausgewachsene Tiere besitzen eine gute körpereigene Abwehr gegen FeLV, die allermeisten werden bei kurzem Erregerkontakt damit selbst fertig.
FeLV-Impfstoffe verursachen zusammen mit Tollwutimpfstoffen die meisten Impfsarkome. Schutzwirkung nach Grundimmunisierung mindestens 3 Jahre.

obenn

Impfungen, die nicht zu empfehlen sind:

Chlamydien (bakterieller Erreger Chlamydia psittaci):
In einigen Seuche-Schnupfen-Kombinations-Impfstoffen enthalten. Sehr schlechte Schutzwirkung, relativ hohe Nebenwirkungsrate, weil Ganzkeim-Impfstoff (überdurchschnittliches Risiko von Unverträglichkeitsreaktionen).

Impfstoffe gegen FIP (Feline Infektiöse Peritonitis):
Die sehr miserable Schutzwirkung wurde wissenschaftlich erwiesen, die Impfung kann den Ausbruch der Krankheit sogar fördern.
Bei den meisten Katzen ist die Impfung sinnlos, da sie bereits infiziert sind mit dem meist harmlosen felinen Coronavirus ( Vorläufervirus des FIP-Erregers, der sich jeweils in der einzelnen Katze bildet, in der Regel bei Jungtieren)
Man geht davon aus, das fast 80 Prozent der Katzen den Coronavirus in sich tragen.


Streitpunkt Tollwut:
Tollwutimpfstoffe schützen mindestens 3 Jahre.
Weil die Deutsche Tollwut-Verordnung aber nur die jährliche Nachimpfung als Tollwutschutz gelten läßt, kann darauf schlecht verzichtet werden, vor allem Dingen in tollwutgefährdeten Gebieten.
Freigänger Katzen ohne (von Amts wegen) gültigen Tollwutschutz können bei Kontakt mit einem tollwutinfizierten Tier oder nach einem Kratz- oder Beißvorfall von Amts wegen eingeschläfert werden.

In den USA, wo es viel mehr Wildtollwut gibt als bei uns, gilt überwiegend die dreijährliche Impfung, dises Einzuführen wäre hierzulande auch ohne weiteres möglich.
Die Tollwutimpfung wird auch bei grenzüberschreitenden Reisen und auf Ausstellungen verlangt.

Tollwutimpfstoffe verursachen die meisten Impfsarkome.

obenn

Nebenwirkungen von Impfungen:

Anaphylaktische (allergische) Reaktionen:

Anaphylaktischer Schock unmittelbar nach der Impfung, muß sofort vom Tierarzt mit Antischockmitteln behandelt werden;

Durchfall und Erbrechen (manchmal blutig und auch tödlich)

Andere Reaktionen:

Impfsarkom: Tumor an der Impfstelle, Häufigkeit: 1 bis 10 Fälle pro 10.000 Impfungen, führt auch bei optimal ausgeführter großräumiger Operation fast immer zum Tode.

Bewegungsstörungen, zentralnervöse Störungen.

(Seuche Schnupfen) Impfstoffe, die mittels Katzennierenzellkulturen hergestellt werden, sind möglicherweise (Mit) Verursacher des heutzutage bei Katzen immer häufiger auftretenden chronischen Nierenversagens (CNI) wegen Bildung von Autoantikörpern gegen das eigene Nierengewebe.

Studien dazu Laufen z.zt.in den USA

Diese sind alles Empfehlungen, in wie weit sich ein Katzenbesitzer an diese hält, bleibt ihm selber überlassen.

kugel Nach Oben



taze Katzenfreunde tatze-links