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Ohrerkrankungen:

Fast alle Katzen haben irgendwann einmal Probleme mit den Ohren, egal ob es sich nun um Erkrankungen wie Milbenbefall oder um eine Entzündung handelt.
Ohrerkrankungen kommen bei Katzen recht häufig vor und können die Lebensqualität stark einschränken.

Man muss auch daran denken, dass oft nicht nur der äußerlich sichtbare Teil des Ohres betroffen ist, sondern auch das Mittel und Innenohr.

Ohrmilben:
Bei Krankheiten des äußeren Gehörganges ist an erster Stelle mit Ohrmilben zu rechnen.

Es werden Rötung, Juckreiz und Schwellung beobachtet, im weiteren Verlauf sammeln sich dunkelbraune Krusten an die wie ein dicker Pfropf den Gehörgang verlegen können.
Es  kann zu schwerwiegenden Folgeschäden kommen.

Milben können mit einem speziellen Instrument das vom Tierarzt in dem Gehörgang eingeführt wird nachgewiesen werden.

Manchmal sind sie bereits mit bloßem Auge erkennbar, Kitten sind besonders häufig davon betroffen.

Da diese parasitäre Ohrerkrankung sehr ansteckend ist, sollte sofort eine Behandlung begonnen werden.
Die Behandlung mit antiparasitären Mitteln, die nach vorheriger Ohrreinigung in den Gehörgang eingebracht werden, sollte mindestens 3 bis 4 Wochen (bei Nichterfolg auch länger) konstant durchgeführt werden.

Die Gefahr einer Reinfektion ist nicht zu unterschätzen.

Es kann auch vorkommen, dass Milben in das Fell wandern und von dort aus wieder in das Ohr zurückkehren, darum sollte gleichzeitig eine Ganzkörperbehandlung mit einem Insektizid erfolgen.

Wegen des starken Juckreizes kratzen sich die Katzen ständig und intensiv, das kann tiefe Kratzwunden und Entzündungen zur Folge haben.

Es können auch Blutergüsse (Hämatome) entstehen. Ein Bluterguss wird weniger als schmerzhaft sondern eher als unangenehm empfunden.

Wenn sich ein Bluterguss wieder zurückbildet, sollte beachtet werden, dass sich dadurch auch ein „verkrüppeltes" Ohr entwickeln kann.
Das Ohr bleibt dauerhaft deformiert, es bleibt nur der operative Eingriff.

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Entzündungen:
Es gibt auch nichtparasitäre Entzündungen des äußeren Ohres, die durch Bakterien oder/oder Pilze verursacht sein können.
Diese Erkrankungen werden mit entzündungshemmenden Kombipräparaten behandelt.

Beachtet werden sollten ferner auch Wunden am äußeren Ohr, die meist bei Kämpfen mit anderen Katzen entstehen, sich fast immer entzünden und ebenfalls mit Blutergüssen einhergehen können.

Ist der Knorpel in den Entzündungsprozess verwickelt, geht die Heilung oft nur langsam voran, es ist eine frühzeitige Antibiotika Behandlung erforderlich.

Eine aufsteigende Infektionen, die vom äußeren Gehörgang oder von Nase und Rachen ausgeht, kann zu einer schweren Mittelohrentzündung führen.
Die Diagnose ist nicht ganz einfach zu erstellen, da das äußere Ohr vollkommen gesund erscheinen kann
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Da auch das Trommelfell sehr oft unauffällig ist, lässt lediglich dessen Vorwölbung auf eine Eiteransammlung im Mittelohr schließen.

Bei Mittelohrinfektionen können auch Gleichgewichtsstörungen auftreten, was die Diagnose und Differenzierung umso schwieriger macht.

Zusätzlich stolpern Katzen öfter oder drehen sich im Kreis; das sind typische Symptome einer Innenohrentzündung, die auch bei der Mittelohrentzündung festgestellt werden können.

Die Behandlung gestaltet sich ebenfalls als schwierig.

Lokale Spülungen mit wasserlöslichen Antibiotika können die Krankheitszeichen kurzfristig deutlich verstärkten, die Antibiotika Gabe erweist sich jedoch nicht immer als Erfolgreich.
Heilt die Entzündung ab, zeigt auch ein defektes Trommelfell gute Heilungserfolge (Katzen können gut damit leben)

Bei einer Katze mit chronischem Nasenausfluss sollte auch an eine Mittelohrentzündung gedacht werden.

Das Innenohr hat die Funktion des Hör und Gleichgewichtsorganes, es kommt bei Erkrankungen des Innenohres zu Ausfallserscheinungen wie: Gleichgewichtsstörungen, Schielen und Kopfschiefhaltung. Diagnostisch sind davon andere Erkrankungen des Zentralnervensystems, wie Hirnhautentzündung auszuschließen.

Als Ursache sind die Ausbreitung einer Mittelohrentzündung, Schädeltraumen, Allgemeininfektionen oder auch einige Gifte verantwortlich.
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Erkrankungen des Ohres, auch wenn sie eher harmlos erscheinen, sollten durchaus sehr gut Beobachtet werden, die Ohrreinigung sollte nur vom Tierarzt mit den geeigneten Instrumenten durchgeführt werden, da das Verletzungsrisiko sehr hoch ist.

Von Hausmittelchen zur Ohrreinigung sollte man die Finger lassen, eine falsche Behandlung kann alles noch  verschlimmern.


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