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Kranke Katze selbst behandeln?

Es kommt ganz immer drauf an: 
Ein harmloser grippaler Infekt, eine leichte Magenverstimmung, eine kleine Kratzwunde, dafür braucht man eine Katze nicht unbedingt dem Stress eines TA Besuches auszusetzen.
Voraussetzung ist jedoch immer, dass eine ernste Erkrankung und/oder Verletzung ausgeschlossen ist.

Grundsätzlich gilt folgendes: 
Jede Katzen Selbstbehandlung und/oder die tierärztliche Behandlung begleitende und unterstützende Maßnahme sollte mit dem TA abgesprochen werden.


Medikamente aus der Humanmedizin:
Alles, was Mensch für sich selbst im Arzneischränkchen stehen hat, ist zunächst einmal tabu.
Auch zwar auch dann, wenn es sich nicht um nicht verschreibungspflichtige Medikamente handelt!
Katzen können z. B. durch eine falsche Dosierung mit Aspirin (ASS, Acetylsalicylsäure) vergiftet werden, da sie den Inhaltsstoff  (im Gegensatz zum Menschen) nicht schnell genug abbauen können. Natürlich sind einige Medikamente der Humanmedizin auch für Katzen geeignet, aber welche das sind und wie sie dosiert werden müssen, das kann nur der TA im Einzelfall entscheiden.

Der Gang zum TA oder wenigstens der Griff zum Telefon ist eh angesagt, wenn man der Meinung ist, eine Erkrankung medikamentös behandeln zu müssen.

Alternative Medizin:
Klar gibt es alternative, sogenannte „natürliche" Heilmethoden nicht nur für Menschen, sondern auch für Katzen.
Und ebenso gilt hier das Gleiche wie bei Medikamenten der Humanmedizin: Was für Menschen gut ist, kann unter Umständen eine Katze schwer schädigen oder sogar umbringen.

Pflanzliche Heilmittel (Phytotherapeutika):
Sie wirken auf den Organismus einer Katze nicht automatisch genauso wie auf den menschlichen Organismus.
Als Bsp. das ätherische Öl der Nadelbäume: Was unseren Atemwegen gut tut, kann für die Katze tödliche Folgen haben, denn die darin enthaltenen Terpene (Terpene sind eine stark heterogene und sehr große Gruppe von chemischen Verbindungen, welche als sekundäre Inhaltsstoffe in Organismen natürlich vorkommen) sind für Katzen hochgiftig.

Noch stärker gilt das für das beliebte und sogar zur Floh und Zeckenbekämpfung angebotene Teebaumöl:
Finger weg, es ist „Gift für Katzen“, Pflanzliche Heilmittel sind nicht harmlos und unschädlich.
In vielen Fällen handelt es sich um hochwirksame Medikamente.
Unerwünschte Nebenwirkungen sind also möglich, und bei falscher Anwendung oder Dosierung können mehr schaden als nutzen.

Homöopathika:
Die klassische Homöopathie ist nicht zur Selbstbehandlung geeignet.
Ein Homöopath sieht sich seinen Patienten sehr genau an und wählt anhand einer sehr umfassenden Untersuchung und Betrachtung das nur für diesen Patienten richtige Homöopathikum aus.
Wenn lediglich aufgrund eines einzelnen Symptoms ein Homöopathikum empfohlen wird: Finger weg davon!
Ein Symptom wie z.B. Husten kann viele verschiedene Ursachen haben, von harmlos bis lebensbedrohlich.
Kein verantwortungsvoller Homöopath wird aufgrund einer so nichtssagenden Angabe wie Husten ein Homöopathikum empfehlen.

Bachblüten:
Bachblüten sind kein Medikament, sie sind grundsätzlich nicht zur Behandlung von Krankheiten gedacht und geeignet. Wer sie zur Bekämpfung von Unruhe, übergroßer Ängstlichkeit, Aggression, Eingewöhnungsschwierigkeiten oder Pinkelproblemen geben will, sollte sich Fach Literatur besorgen und in der Apotheke immer um die alkoholfreie Variante bitten.
Bachblüten sind unschädlich, solange durch ihren Einsatz eine notwendige Tierärztliche Behandlung nicht hinausgezögert wird.
Bei vermeintlich psychischen Problemen sollte daher immer auch an eine mögliche körperliche Ursache gedacht und diese zuerst abgeklärt werden.

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