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warum trauer um tiere wichtig ist:

Der geliebte Hund gestorben, die Katze tot – wie groß dieser Schmerz ist, kann nur nachempfinden, wer selbst ein Haustier hat. Experten sagen heute, dass die Trauer um ein verstorbenes Tier wichtig ist.

Warum trauern wir so um Tiere?In unserer modernen Gesellschaft sind Tiere Familienmitglieder geworden, für viele Menschen sogar Partnerersatz, die Einzigen, die sie abends in ihrer Wohnung erwarten.

Die Freude ihres Hundes oder ihrer Katze, wenn sie abends kommen, entspricht der Umarmung eines Partners.

Tierbestatter berichten, dass manche Besitzer bei der Beerdigung ihres Tieres so von Gefühlen überwältigt werden, dass sie ohnmächtig zusammenbrechen.

Ihr Schmerz entspricht dem nach dem Tod eines geliebten Menschen, kann sich über Monate hinziehen.

Wieso ist der Schmerz oft so groß?

Häufig musste der Besitzer vorher entscheiden, das Tier töten zu lassen, weil es krank war. So kommt zur Trauer das Schuldgefühl, an seinem Tod schuld zu sein.

Der Gedanke an die Tierkörperverwertung quält die Besitzer.
Verstirbt ein großes Tier oder wird eingeschläfert, holt es die örtliche Tierkörperbeseitigungsanstalt beim Arzt oder dem Besitzer ab (gegen Gebühr).
Die Tierkörper werden dann zu Öl, Fett, Seife, Biodiesel oder Straßenbelag verarbeitet oder verbrannt unvorstellbar grausam für viele Besitzer.

Ältere Besitzer können oder wollen oft kein neues Tier mehr anschaffen.
Entweder weil es länger leben würde als sie. Oder weil sie keinen Platz mehr haben (Umzug ins Heim, kleinere Wohnung).
Ihnen ist nach dem Tod ihres Tieres oft, als wären sie nun ganz allein auf der Welt zurückgeblieben.

Wann ist die Trauer um ein Tier zuviel?

Immer mehr Menschen lassen ihre Tiere beerdigen, das allein spiegelt noch kein seelisches Problem wider.

Manche Besitzer bauen solche Gräber aber zu regelrechten Gruften aus, geben den verstorbenen Tieren Spielzeuge als Grabbeilage mit oder richten zu Hause einen Altar mit Fotos ein – das kann ein Zeichen dafür sein, dass der Besitzer das Tier völlig einem Menschen gleichstellt.

Ursache können tiefere seelische Probleme sein, z. B. jahrelange Einsamkeit. In diesem Fall kann ein Gespräch mit dem Hausarzt und gegebenenfalls einem Psychologen sinnvoll sein.

Ist Trauer trotzdem wichtig?

Ein Abschied braucht immer ein Ritual, um ihn abzuschließen (z. B. eine Gedenkzeremonie). Für Kinder und Jugendliche ist der Tod eines Haustieres dazu häufig das einzige Mal, dass sie mit Sterben umgehen lernen müssen, eine wichtige Lektion für ihr weiteres Leben.

Was ist gut an dieser Trauer?

Dass wir Tiere heute als wertvolle Geschöpfe Gottes sehen. Angekettete Hofhunde oder einsame Wellensittiche im Käfig, früher üblich, gibt es kaum noch. Inzwischen behandeln wir meistens unsere Haustiere so gut, wie wir selbst behandelt werden wollen.

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Vorschläge, wie man es schafft, den Verlust zu verarbeiten:

Sprechen Sie über den Verlust. Das Sprechen hilft Ihnen, die Realität des Todes in den Griff zu bekommen.
Wenn Ihr Umfeld Ihnen signalisiert, dass niemand zuhören will oder Sie niemandem kennen, mit dem Sie darüber sprechen könnten: suchen Sie den Kontakt zu Menschen, die Sie verstehen, z.b.in einem der Tiertrauerforen im Internet.

Nur Sie wissen genau, welche Bedeutung die Beziehung zu Ihrem Tier für Sie hatte und wie sehr der Verlust Sie trifft. Geben Sie sich selbst die Zeit und die Möglichkeit, dem Ausmaß Ihres Schmerzes entsprechend zu trauern

Zu erfahren, dass der kaum erträgliche Zustand, in dem man sich gerade befindet, zum Ablauf eines normalen Trauerprozesses gehört, kann sehr beruhigend sein. Trauernde stellen sich nämlich häufig die Frage, ob das noch normal ist, was mit ihnen vor sich geht.

Wenn Ihnen zum Weinen zumute ist, weinen Sie!
Tränen sind heilsam, denn in Tränen, die wegen einer Gemütsbewegung geweint werden, sind andere Stoffe enthalten, als in denen, die ständig zur Feuchthaltung des Auges gebildet werden.
Durch Tränen, die bei starken Gefühlsregungen gebildet werden, werden durch Stress gebildete Stoffe aus dem Körper entfernt.
Dies könnte auch erklären, warum sich über 80 Prozent der zu Tränen Bewegten nach dem Weinen besser fühlen.

Sorgen Sie für Ruhe- und Entspannungsphasen.
Die Emotionen, die Sie während des Trauerprozesses erleben, werden Sie wahrscheinlich an die Grenzen Ihrer Kraft bringen. Gönnen Sie sich Zeit, um wieder aufzutanken.
Hören Sie auf Ihre innere Stimme, die Ihnen sagen kann, was im Moment gut für Sie wäre, um wieder Kraft zu tanken: Ein heißes Bad, ein gutes Essen, ein schöner Film, ein Spaziergang, eine Reise oder was auch immer Ihnen einfällt, um sich selbst etwas Gutes zu tun.

Umgeben Sie sich nach Möglichkeit mit Menschen, die Sie verstehen.
Noch wichtiger als sonst ist es während der anstrengenden Trauerarbeit für Sie, Menschen um sich zu haben, die Sie unterstützen.
Nehmen Sie jede Hilfe an, die sie erhalten können, und die Ihnen gut tut.
Wenn Sie in Ihrer privaten Umgebung niemanden finden, der Ihre Trauer versteht, versuchen Sie im Internet Kontakt zu anderen Trauernden aufzunehmen.

Versuchen Sie, alle Ihre Gefühle anzunehmen (möglichst ohne Werturteil) und danach einfach weiterziehen zu lassen.
Sprechen oder schreiben Sie über Ihre Gefühle, das kann Ihnen helfen, diese besser zu sortieren. Manche Menschen sprechen nicht gerne mit anderen über ihre Gefühle. Wenn es Ihnen auch so geht, kann es für Sie hilfreich sein, alles aufzuschreiben, was Sie bedrückt.

Gönnen Sie sich selbst kleine Freuden. Es sind oft alltägliche, kleine Dinge, die Sie Schritt für Schritt auf Ihrem Trauerweg weiterbringen können.
Tun Sie sich selbst so viel Gutes, wie es nur geht.
Unternehmungen in der Natur können dabei helfen, ihr inneres Gleichgewicht wiederzufinden.

Seien Sie mit sich selbst sehr geduldig.
Um das Ende einer bedeutenden den Beziehung zu trauern, braucht Zeit, viel mehr Zeit als einem im allgemeinen von anderen zugestanden wird.

Geben sie sich die Erlaubnis, Rückfälle zu haben.
Der Trauerprozess besteht aus einem auf und ab. Es kann sein, dass  Sie denken, Sie hätten alles überstanden und am nächsten Tag ist der Schmerz wieder da.
Das ist ganz normal. Im Laufe der Zeit wird der Abstand zwischen den "Rückfällen" immer größer werden.

Schreiben Sie ein Trauer-Tagebuch.
Viele Trauernde, die ein Tagebuch geschrieben haben, fühlen sich teilweise von ihrem Kummer und der Last der Trauer befreit. Schreiben Sie all Ihre Gefühle und Empfindungen hinein.
Ein solches Tagebuch kann auch der Platz für Gedichte oder Geschichten  über Ihr Tier sein. Sie können auch Bilder malen oder auch Fotos hineinkleben.
Denken Sie aber dran, daß Ihnen das Tagebuch die innere Trennung vom geliebten Tier erleichtern soll. Es soll nicht dazu dienen, die Beziehung zum Tier über Monate oder Jahre weiter aufrechtzuerhalten.

Versuchen Sie bewusst, an Schönes zu denken. An Ihre Hobbys, schöne Blumen, Bilder von schönen Landschaften, nette Menschen oder was immer Ihnen einfällt.

Legen sie eine "Schatzkiste" an.
Dort können sie alles hineingeben, was Sie an Ihr Tier erinnert: Spielzeug, abgeschnittene Haare Ihres Tieres, Halsband und vieles mehr.
Irgendwann, wenn Sie sich bereit dazu fühlen, können Sie diese Kiste auch im Sinne eines Abschlusses der Trauer vergraben.

Schreiben Sie einen Abschiedsbrief an Ihr verstorbenes Tier.
Das kann der erste wichtige Schritt zur Lösung der Traueraufgaben sein. Er hilft Ihnen, zu realisieren, dass Ihr Tier tot ist.
Ein Abschiedsbrief kann auch helfen, sich etwas von den Schuldgefühlen zu entlasten, die Sie vielleicht haben.

Was sollte der Abschiedsbrief enthalten, damit er Ihnen helfen kann?

Schreiben Sie alles hinein, was Sie noch auf dem Herzen haben.
Schreiben Sie, welche Vorwürfe Sie sich machen.
Schreiben Sie, wofür Sie ihrem Tier dankbar sind.
Schreiben Sie, was Ihr Tier für Sie bedeutet hat.
Schreiben Sie, was Sie gerne noch mit ihm gemacht hätten.
Wenn es etwas gibt, das Ihnen leid tut, schreiben Sie es Ihrem Tier.
Schreiben Sie, was Sie Ihrem Tier schon immer sagen wollten, aber nie gesagt haben.

Wenn Sie zu einem der Punkte nichts zu schreiben haben, macht das nichts. Hauptsache, Sie haben alles gesagt, was Sie Ihrem Tier noch sagen wollten.
Denken Sie beim Schreiben nicht daran, was andere zu einem solchen Brief sagen würden. Wenn dieser Brief Ihnen persönlich hilft, hat er seinen Sinn und Zweck erfüllt. Der Brief muss niemand anderem außer Ihnen gefallen.

Geben Sie Ihrem Tier ein virtuelles Grab im Internet.
Wenn Sie einen Abschiedsbrief geschrieben haben: er eignet sich sehr gut zur Veröffentlichung in einem der virtuellen Tierfriedhöfe. Dazu können Sie dazu auch noch ein Bild Ihres geliebten Tieres veröffentlichen lassen.
Viele Tierhalter tröstet es, ihr verstorbenes Tier immer an einer Stelle besuchen zu können, auch wenn diese Stelle nur im Internet existiert.
Besonders tröstend ist es für Tierhalter, die kein richtiges Grab haben, an dem sie ihr verstorbenes Tier besuchen und seiner Gedenken können.

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Wie bringe ich meinem Kind den Tod eines Haustieres bei?

Für Kinder ist es besonders schwer, wenn ihr Haustier stirbt, so sollten Eltern damit umgehen:

Sagen Sie Ihrem Kind die Wahrheit. Erfinden Sie keine Geschichten („Dein Meerschweinchen ist wohl nachts weggelaufen“), seien Sie ehrlich: „Es ist heute Nacht gestorben.

“Muss das Tier eingeschläfert werden, nehmen Sie Ihr Kind mit zum Arzt.
Erlauben Sie, dass es das Tier zum Abschied noch mal streichelt, umarmt und mit ihm spricht.

Halten Sie die Tränen Ihres Kindes aus. Trauer gehört zum Leben, Ihr Kind macht eine schmerzhafte, aber wichtige Erfahrung: Das Leben ist wertvoll – und endlich.

Reden Sie nicht sofort davon, Ersatz für das verstorbene Tier zu kaufen. Für das Kind (und fast alle Besitzer) hat das Tier eine Individualität, ist nicht zu ersetzen.

Sorgen Sie für ein kleines Grab und eine Zeremonie (z. B. Tier mit Blumen in eine Kiste legen, vergraben). Das erleichtert das Abschiednehmen.

Sorgen Sie für schöne Erinnerungen, z. B. ein Foto des Tieres im Kinderzimmer oder einen Abschiedsbrief, den das Kind selbst malen oder schreiben kann.

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