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verstopfung:

Während die meisten Katzenhalter alarmiert sind, wenn ihre Katze Durchfall hat, bleiben sie bei einer Verstopfung relativ gelassen, dabei ist eine Verstopfung ein ebenso ernst zu nehmendes Symptom.

Setzt ihre Katze seit mindestens einem Tag bei normalen guten Fressverhalten keinen Kot ab, spricht man bereits von einer Verstopfung (medizinisch „Obstipation" genannt).
Eine Verstopfung  sollte so bald wie möglich behandelt werden, da sie unbehandelt zu einer lebensbedrohlichen Situation führen kann!

Eine unbehandelte Verstopfung kann schwer wiegende gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.
So kann der im Darm verbleibende Kot so hart werden, dass man von „Stein Kot“ spricht, der nur noch durch eine OP  entfernt werden kann.
Oder aber, der Darm kann sich auch so ausweiten, dass er regelrecht „ausleiert“. Seine Fähigkeit, sich zu bewegen, zusammenzuziehen und damit den Darminhalt weiter zu transportieren, ist dauerhaft gestört, die nächste Verstopfung kommt dann bestimmt.(Einen krankhaft erweiterten und schlaffen Darm nennt man „Megakolon“).

Die möglichen Ursachen können sein:
Darmverschluss durch Fremdkörper, Darmträgheit bei eher faulen Katzen, Würmer, Tumore oder Darmverschlingungen, Störungen im Nervensystem z.B.nach Unfällen oder Störungen des Stoffwechsels bzw. des Hormonhaushaltes.
In der Regel äußert sich eine Verstopfung neben dem Nichtabsetzen von Kot in Abnahme der Futteraufnahme, bis hin zu Futterverweigerung, häufigeren  Leererbrechen und einem verhärteten Bauch.

Diese Anzeichen können sein: 
Zurückgezogenheit, Unlust zu spielen, Appetitlosigkeit, häufiges Lecken des Anus, sich Umsehen nach dem Bauch oder sogar schon Bauchschmerzen,  die Katze hat eine gespannte Bauchdecke und lässt sich ungerne hochheben.

Halter von Freigänger Katzen haben es oft sehr schwer, eine Verstopfung überhaupt zu bemerken. Sie müssen ihre Katze daher noch sorgfältiger beobachten als die Halter reiner Wohnungskatzen.

Durch den im Darm liegenbleibenden Kot und seine Giftstoffe kann sich rasch eine Vergiftung entwickeln, ferner kommt es zu einer Darmerweiterung, eventuell  auch zu einer Schädigung des darmeigenen Nervensystems.
Bekannt in diesem Zusammenhang ist das sogenannte „Megacolon“, bei dem aus noch ungeklärten Ursachen der Dickdarm dauerhaft erweitert ist.
Unter Umständen muss dann lebenslang immer wieder mit Verstopfungen gerechnet werden, eine Operation ist jedoch möglich.

Befinden sich Fremdkörper im Darm, hängen die möglichen Folgen von der Art des Fremdkörpers ab. Spitze Gegenstände können den Darm durchbohren, welches eine schwere Bauchfellentzündung mit Fieber nach sich zieht, stumpfe Gegenstände können die Darmpassage blockieren, in beiden Fällen kann eine Operation von Nöten sein.

Handelt es sich um eine reine Verstopfung, also eine Kotansammlung meistens im Dickdarm, wird zunächst einmal abgeführt.  Die  Katze bekommt einen Einlauf durch den After, um die Entleerung zu vereinfachen.
Wenn die mangelnde Wasseraufnahme im Darm bereits zu einer Austrocknung geführt hat, wird der Tierarzt eine Infusion von „Elektrolyten“ unter die Haut vornehmen, ggf. auch Röntgen, um nach den möglichen Ursachen zu forschen.
In den darauffolgenden Tagen muss der Katze z. B. Laktulose oder auch Milch bzw. Milchzucker verabreicht werden, damit der Kot weich bleibt.
Siehe auch: Trinken

In Absprache mit dem Tierarzt  kann der Katzenhalter auch selbst einen Einlauf mit Klistieren vornehmen (Es gibt Klistiere für Säuglinge, diese kann man auch für Katzen benutzen).  

Mit einer Verstopfung sollte eben so wenig gespaßt werden wie mit Durchfall, beides kann für die Katze  unangenehm und gefährlich werden, und sollte daher behandelt werden.

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So können Sie eine Verstopfung bei Katzen lindern:
Die Ursachen einer Verstopfung können sehr unterschiedlich sein. Viele Katzen haben eine kurzfristige Verstopfung während einer Futterumstellung, andere Katzen haben zu wenig Bewegung, und wieder andere Katzen haben eine Verstopfung, die leider sehr erste tiefere Gründe hat.

Um eine Verstopfung bei Katzen von Beginn an zu mildern, ist es wichtig, dass die Katze ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Damit die Katze  etwas mehr als üblich trinkt, kann man dem Wasser ein BISSCHEN Kuhmilch beimischen. Kuhmilch führt bei erwachsenen Katzen in allgemeinen zwar zu Durchfall, bei einer Verstopfung hingegen wird der Kot aber etwas weicher.

Wenn Ihre Katze viel Trockenfutter frisst, dann bieten Sie ihr nun auch zusätzlich Dosenfutter/Feuchtfutter an. Geben Sie in jede Futterportion vier bis fünf Tropfen Paraffinöl, dieses macht den Kot weich und geschmeidig.
Als Alternative können Sie auch ein wenig Thunfisch in Öl unter das Futter mischen.
Achten Sie darauf, dass sich die Katze sich ausreichend bewegt, spielen und toben Sie zusammen mit Ihrer Katze.
Ist eine Katze agil, dann kommt auch der Darm wieder gut in Schwung. Oft löst sich so eine Verstopfung direkt, wenn die Katze  nach einer übergroßen Portion Futter sehr lange ausgeruht hat.

Zusätzlich können Sie ihrer Katze  eine kleine, aber sehr wirkungsvolle Massage zukommen lassen. Kraulen Sie die Katze mit leicht kreisenden Bewegungen am Bauch, dies regt die Darmtätigkeit an und ist hilfreich für den Kotabsatz.

Neigt eine Katze immer wieder zu Verstopfung, ist es hilfreich, öfter ein Stückchen Fett (Butter/Margarine) oder Öl mit ins Essen zu geben.

Kuhmilch in kleinen Mengen kann man auch geben, hier ist jedoch darauf achten, das auch einer Verstopfung kein Durchfall wird!

Bekommt die Katze Fieber, wird sie träge oder kann sie am dritten Tag noch immer nicht auf das Katzenklo gehen, dann sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen.
Dieser untersucht  die Katze genau, und/oder macht der Katze eventuell sofort einen Einlauf, und gibt Anweisungen für weitere Maßnahmen.

Darüber hinaus kann eine Verstopfung in Verbindung mit anderen Symptomen, wie z.B. Erbrechen, Schwäche, schmerzhafter Bauch und blasse Schleimhäute, auch ein Zeichen für einen lebensbedrohlichen Darmverschluss sein.

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Darmverschluss:
Ein Darmverschluss ist ein lebensbedrohlicher Notfall, der sofort von einem Tierärztlich  behandelt werden muss.
Zu einem Darmverschluss kann es z.B.  durch verschluckte Fremdkörper, hochgradigen Wurmbefall, Tumore oder eine Darmverschlingung kommen.

Katzen mit einem Darmverschluss können eigentlich keinen Kot absetzen. In einigen sehr seltenen Fällen jedoch tritt eine kotähnliche Flüssigkeit aus dem Darm aus, die man mit Durchfall verwechseln könnte.

Weitere Symptome eines Darmverschlusses sind:  
Erbrechen, Appetitlosigkeit, schmerzhafter Bauch, und Schwäche. Diese Symptome verschlechtern sich schnell, Kreislauf (blasse Schleimhäute und schneller Puls) und Atemprobleme (flache schnelle Atmung) kommen noch hinzu.
Bei Verdacht auf einen Darmverschluss wird ein Tierarzt die Katze röntgen.
Bestätigt sich der Verdacht, muss in der Regel operiert werden. Aufgrund des instabilen Kreislaufs ist diese OP nicht ohne Risiko, doch es gibt keine Alternativen.

Grundsätzlich sollte man natürlich beim Verschlechtern des Gesundheit/Allgemein Zustands immer einen Tierarzt aufsuchen!

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